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 Förderverein Marinemuseum Dänholm e.V. 

Maritime Kalenderblätter

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommerns sowie der deutschen Marinen und damit im Zusammenhang stehende Ereignisse von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.
Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interessen, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.
Die maritimen Kalenderblätter werden von Hans-Peter Küßner zusammengestellt.


Januar 2026

01.01.1956

Der erste Liniendienst, den der VEB Deutsche Seereederei einrichtet, wird in Gemeinschaft mit der finnischen Reederei „Soumen Hörylaiva Osakyhtiö/Finska Angfartygs Aktielobaget Helsinki“ betrieben.

02.01.1956
Einberufung der ersten freiwilligen Marinesoldaten der Bundes-marine nach Wilhelmshaven-Ebkeriege.

02.01.1961
Einrichtung des U-Boot- und Taucherpsychologischen Instituts der Bundesmarine in Kiel.

06.01.1781
In der Schlacht von Jersey scheitert der bislang letzte Versuch französischer Truppen, Jersey, die größte Insel im Ärmelkanal, zu besetzen.

08.01.1806
Zur Absicherung des Seeweges nach Indien, erobert Großbritannien die drei Jahre zuvor an die Batavische Republik zurückgegebene Kapkolonie zurück, nachdem es zu neuen Kämpfen mit Frankreich und den Verbündeten Napoleons gekommen war.

14.01.1911
Der norwegische Polarforscher Roald Amundsen landet mit der FRAM in der Wal-Bucht der antarktischen Ross-Barriere, von wo aus er zur ersten erfolgreichen Bezwingung des Südpols aufbrach. Er erreichte ihn am 15.12.1911, 34 Tage vor dem Engländer R. F. Scott, der mit seiner Gruppe auf dem Rückmarsch den Tod fand.

14.01.1956
Stapellauf des ersten großen Frachtschiffes der DDR, des 10 000-t-Motorfrachters FRIEDEN (Typ IV), in dem VEB Warnowwerft Warnemünde (Kiellegung am 13.10.1954).

16.01.1956
Aufstellung der Marine-Lehrkompanie der Bundesmarine in Wilhelmshaven.

16.01.1961
Admiral Waldemar Verner verleiht vier Küstenschutzschiffen (KSS Typ RIGA) der Volksmarine die Namen KARL MARX, FRIEDRICH ENGELS, KARL LIEBKNECHT und ERNST THÄLMANN.

17.01.1911
Untergang des deutschen U-Bootes U 33. Es gehörte zur 1. U-Bootsflottille (U 1 bis U 4), die unter Fregattenkapitän von Mantey nach langem Zögern 1908 aufgestellt worden war.

18.01.1956
Erlass des Gesetzes zur Schaffung der Nationalen Volksarmee der DDR.

21.01.1956
Beim Bergungseinsatz der Besatzung eines MLR-Schiffes der Seestreitkräfte der DDR für den havarierten BRD-Frachter ELISABETH stirbt der Obermatrose Horst Liebig in Ausübung seines Dienstes den Seemannstod.

25.01.1966
Nach 139-tägiger Bauzeit wird der bis dahin größte Tanker der Welt, die TOKYO MARU, in Dienst gestellt. Die Tragfähigkeit des Schiffes beträgt 159.000 t. Seine Tanks fassen 190 Millionen Liter Rohöl. Durch den Einsatz dieses Giganten können die Transportkosten in der Relation Japan - Persischer Golf um 50 Prozent gesenkt werden.

Februar 2026

01.02.1851
Der BRANDTAUCHER, das erste deutsche Tauchboot, versinkt nach zwei gelungenen Probefahrten. Wilhelm Bauer, der Konstrukteur, kann sich nach mehrstündiger Gefangenschaft aus dem auf Grund liegenden Tauchboot mit seinen beiden Gefährten Thomsen und Witt retten.

01.02.1911
Auf der Karolineninsel Ponape werfen die Landungstruppen deutscher Kreuzer den Aufstand der Jokoits nieder, die sich gegen die deutsche Kolonialherrschaft erhoben hatten.

01.02.1926
Beginn der Weltreise des Kleinen Kreuzers HAMBURG.

05.02.1906
Verabschiedung der „Verordnung zur Verhütung des Zusammenstoßens der Schiffe auf See“. Auf der Basis der Beschlüsse der Brüsseler Seerechtskonferenz von 1905 war die bisher gültige Verordnung von 1897 ergänzt und abgeändert worden.

08.02.1916
Der französische Geschützte Kreuzer Admiral Charner wird vor dem Hafen von Beirut durch das deutsche U-Boot SM U 21 durch einen Torpedotreffer versenkt.

10.02.1936
Alle deutschen Passagierdampfer sind mit KW-Funkanlagen ausgerüstet.

11.02.1916
Der britische Leichte Kreuzer HMS ARETHUSA wird vor der Küste von Suffolk durch einen Minentreffer versenkt. Die Mine war durch das deutsche U-Boot SM UC 7 gelegt worden. Nachdem Versuche, das Schiff auf Grund zu setzen, fehlschlagen, wird der Kreuzer schließlich aufgegeben.

12.02.1946
Die britische und die polnische Marine beenden die Operation Deadlight mit der Versenkung des U-Bootes U 3514. Die Operation hatte nach dem Zweiten Weltkrieg das Ziel, alle noch funktions-tüchtigen deutschen U-Boote zu zerstören.

15.02.1806
Preußen verpflichtet sich im Vertrag von Paris dazu, alle seine Häfen für britische Schiffe zu sperren und das in einer Union mit Großbritannien stehende Kurhannover zu besetzen. Daraufhin erklärt Großbritannien Preußen den Krieg.

15.02.1971
Marineeinheiten von sieben NATO-Staaten führen unter der Leitung von US-Admiral Eugene McKey vor der portugiesischen Küste das Seekriegsmanöver „Sunny Seas“ durch.

19.02.1976
Nachdem Island zum Schutz vor Überfischung der eigenen Fischgründe eine mehrfach ausgeweitete Schutzzone einrichtet, kommt es im daraus resultierenden Dritten Kabeljaukrieg zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien.

25.02.1971
Im Verlaufe eines feierlichen Zeremoniells wird der Offiziersschule der Volksmarine „Karl Liebknecht“, Stralsund, der Status einer Offiziershochschule verliehen. Zu gleicher Zeit werden entsprechend eines Beschlusses des Staatsrates der DDR auch die anderen Offiziersschulen der NVA zu Offiziershochschulen erhoben.

26.02.1916
Der französische Truppentransporter und Hilfskreuzer LA PROVENCE wird im Mittelmeer bei Kap Matapan während eines starken Sturmes von dem deutschen U-Boot SM U 35 mit zwei Torpedotreffern versenkt.

28.02.1991
Bei Kiel Radio wird der MW-Telegraphiefunkdienst eingestellt.

29.02.1916
Bei dem Versuch, die britische Blockadelinie zu durchbrechen und in den Atlantik zu gelangen, wird der deutsche Hilfskreuzer SMS GREIF nordwestlich von Bergen von dem britischen Leichten Kreuzer HMS COMUS und den Hilfskreuzern HMS ALCATARA und ANDES in einem Artilleriegefecht versenkt. Kurz darauf sinkt auch HMS ALCATARA, die schwere Artillerie– und einen Torpedotreffer durch SMS GREIF erhalten hatte.

• 1591 …wurde in Korea das erste gepanzerte Schiff der Welt gebaut - das TURTLE-SHIP (Schildkrötenschiff). Die Ära der Panzerschiffe setzte jedoch erst Ende des 18. Jahrhunderts ein.

• 1656 …stellte Brandenburg im Krieg gegen Polen auf Seiten Schwedens (1656-1660) in Pillau (heute Baltijsk, Russland)
eine Flottille von drei Schiffen mit jeweils 27 Kanonen unter dem Befehl des Reiterobristen von Hille in Dienst. Hille hatte zuvor in niederländischen Diensten einige Kenntnisse über das Seewesen erworben. Er hat mehrere Jahre lang als marinetechnischer Berater des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg gewirkt.

• 1816 …wurde der erste in Deutschland gebaute Raddampfer, die PRINZESSIN CHARLOTTE VON PREUSSEN im regelmäßigen Dienst zwischen Berlin und Potsdam eingesetzt.

• 1881 …erhielt das englische Panzerschiff INFLEXIBLE als erstes Kriegsschiff der Welt eine elektrische Beleuchtung von 116 Glühbirnen.

• 1901 …begann die deutsche „Gauß“-Expedition unter Leitung von Erich von Drygalski im Rahmen der ersten internationalen Antarktisunternehmungen. Sie erzielte reiche wissenschaftliche Erkenntnisse.

• 1916 …wurde die erste deutsche Gezeitenrechenmaschine fertiggestellt. Ihr Bau hatte 1915 in den damaligen Werkstätten Toepfer & Sohn in Potsdam nach Angaben von Professor Kühnen begonnen. Sie gestattete die Vorausberechnung der für die Schiffsführung notwendigen Zeiten und Höhen der Tidehoch- und -niedrigwasser sowie der stündlichen Höhen der gezeitenbedingten Wasserstände.

• 1961 …versinkt im Skagerrak, vermutlich aufgrund einer Minenexplosion, das deutsche Küstenmotorschiff MÜNSTERLAND südlich der norwegischen Stadt Larvik.