Maritime Kalenderblätter
An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommerns sowie der deutschen Marinen und damit im Zusammenhang stehende Ereignisse von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.
Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interessen, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.
Die maritimen Kalenderblätter werden von Hans-Peter Küßner zusammengestellt.
Juli 2026
01.07.1956
Aufstellung des Kommandos der Marineausbildung der Bundesmarine in Kiel; unterstellt werden Ausbildungseinrichtungen, Fachkommandos (Inspektionen) und die Stammdienststelle; Einrichtung der Marineunteroffizierschule in Cuxhaven und der Marineversorgungsschule in Neustadt/Holstein; Einrichtung der Marinestützpunktkommandos Flensburg-Mürwik und Cuxhaven; Übernahme von Einheiten des Seegrenzschutzes, dabei Indienststellung der Korvetten EIDER und TRAVE sowie der zehn Küstenwachboote KW 1 bis KW 10; Aufstellung des 1. Hafenschutzgeschwaders in Neustadt/Holstein.
01.07.1956
Auf der Grundlage des Befehls des Ministers für Nationale Verteidigung und des Chefs der Seestreitkräfte der DDR erfolgt die Bildung der Seeoffizierslehranstalt der Seestreitkräfte in Stralsund-Schwedenschanze.
01.07.1981
Bildung des 4. Fregattengeschwaders der Bundesmarine in Wilhelmshaven; das Geschwader wird aus Fregatten der Klasse 122 bestehen; Beginn der Einführung des Bordhubschraubers Westland SEA LYNX MK 88.
04.07.1966
In Nairobi gründen Kenia, Tansania, Uganda und Sambia ein gemeinsames Schiffahrtsunternehmen, die Eastern Africa National Shipping Line.
05.07.1675
Seegefecht bei Bornholm zwischen brandenburgischen und schwedischen Kriegsschiffen.
06.07.1976
Indienststellung Schulschiff WILHELMPIECK der Volksmarine, Projekt/Typ 888/WODNIK, Projekt-Nr.: 888/III, Bord-Nr. Indienststellung: S 61 (spätere Bord-Nr. S 41 <1986>). Erster Kommandant: Korv.-Kptn. Klaus Braune. Grundlage Indienststellung: Befehl Nr. 36/76 Minister für Nationale Verteidigung vom 22.03.1976 Auflieger Bundesmarine, keine Fahrtzulassung (außer Dienst), 1997 in Santander (Spanien) zur Verschrottung.
15.07.1981
Die letzten Einheiten der sowjetischen Marine verlassen nach einer Präsenz von 46 Jahren Deutschland.
20.07.1936
Meerengenkonvention von Montreux. Mit dieser Konvention endet die Konferenz über die Zufahrt zum Schwarzen Meer. Die Konferenz stellte die volle türkische Souveränität über die Meerengen wieder her. Der sowjetischen Diplomatie gelang es, das Durchfahrtsrecht von Kriegsschiffen der Nichtschwarzmeermächte sowie die Aufenthaltsdauer dieser Schiffe im Schwarzen Meer zu beschränken.
21.07.1996
Mit der Rückkehr der Fregatte EMDEN und dem Ende der NATO-Mission der Bundeswehr in der Adria endet der bislang größte Marineeinsatz in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Vier Jahre lang haben deutsche Einheiten unter dem Dach der UNO das Waffen- und Handelsembargo gegen Rest-Jugoslawien überwacht und durchgesetzt.
23.07.1936
Entsendung der Panzerschiffe DEUTSCHLAND und ADMIRAL SCHEER in spanische Gewässer.
24.07.1821
Die 1. Russische Antarktische Expedition, zu der die Schaluppen WOSTOCK und MIRNY im Juli 1819 von Kronstadt ausgelaufen waren, wird beendet. Die WOSTOCK (900 t, 126 Mann Besatzung) befehligte Kapitän F. F. Bellingshausen, der zugleich Leiter der Expedition war. Die MIRNY (530t, 79 Mann Besatzung) stand unter dem Kommando von Leutnant M. P. Lasarew. Auf dieser Expedition wurden die ersten Inseln jenseits des Südlichen Polarkreises entdeckt: Die „Peter-I.-Insel“ und das „Alexander-l.-Land“. Es war die erste wissenschaftliche Expedition in den südlichsten Gewässern nach Cook. Was Cook nur vermutet hatte, konnte jetzt belegt werden: Rund um den Südpol erstreckt sich ein gewaltiges Festland. Die vielseitigen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, die genauen geographischen Ortsbestimmungen und Karten fanden sehr hohe internationale Anerkennung.
26.07.1956
o Beschluß der ägyptischen Regierung zur Verstaatlichung des Suezkanals.
o Kollision des schwedischen Fahrgastschiffes STOCKHOLM mit dem mit dem italienischen Ozeanliner ANDREA DORIA im Nebel. 11 Stunden nach dem Zusammenstoß sinkt das italienische Schiff auf 40° 29' 4" Nord und
69°" 50' 5" West in 65 Meter Tiefe.
31.07.1966
Der DDR-Tanker BITTERFELD nimmt die 15köpflge Besatzung des sinkenden panamaischen Schiffes WENDY, das bei Gibraltar in dichtem Nebel kollidiert war, an Bord.
August 2026
01.08.1981
Mit der Bezeichnung „Ocean Venture 12>« läuft unter dem Kommando des NATO-Oberbefehlshabers Atlantik, US-Admiral Train, das bis dahin größte NATO-Seemanöver an. Das bis Oktober andauernde Manöver im Nord- und Ostseeraum, im Nordmeer und im Nord- und Südatlantik, findet unter Beteiligung von mehr als 125.000 Mann sowie über 300 Schiffen und 1.000 Flugzeugen der NATO-Staaten Belgien, BRD, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Niederlande, Norwegen, Portugal sowie Spanien und im Südatlantik unter Beteiligung von Flottenkräften südamerikanischer Staaten statt.
02.08.1951
In Anwesenheit des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, erfolgt die Indienststellung des Segelschulschiffes WILHELM PIECK. Es war der erste Neubau des VEB Warnowwerft, Warnemünde. Auf diesem Schiff erhielten viele Seeleute der Handels- bzw. Fischereiflotte der DDR und Angehörige der Volksmarine ihre maritime Grundausbildung.
05.08.1716
Die österreichische Donau-Flottille greift erfolgreich in die Schlacht um Peterwardein (Petrovaradin) ein.
11.08.1956
Stapellauf des 3.000-t-Frachters THÄLMANN-PIONIER im VEB Schiffswerft „Neptun“ in Rostock. Für den Bau dieses Frachters hatten die Mitglieder der Pionierorganisation „Ernst Thälmann" (DDR) insgesamt 1,4 Millionen Mark, 29 000 t Schrott, 495 t Buntmetall und 290 t Altpapier gesammelt.
19.08.1986
Unter der Bezeichnung „Autumn Forge 86“ beginnen die NATO-Herbstmanöver. Diese Serie militärischer Übungen enthält 20 Einzelmanöver, die sich vom Nordkap bis zur türkischen Schwarzmeerküste erstrecken und an denen 200.000 Soldaten aus 13 NATO-Ländern beteiligt sind.
31.08.1986
Das sowjetische Fahrgastschiff ADMIRAL NACHIMOW sinkt nach einer Kollision mit dem Frachtschiff PJOTR WASSEW in der Nähe des Schwarzmeerhafens Noworossisk. An Bord der ADMIRAL NACHIMOW befanden sich 888 Fahrgäste und 346 Besatzungsmitglieder. Mehr als 100 Menschen fanden den Tod.
• 1471… traten die dänisch-norwegischen Admirale Didrik Pining und Hans Pothorst ihre bis 1473 währende Reise zur Auffindung des nordwestlichen Seeweges nach Asien an. Nachdem sie schon mehrere Fahrten nach Grönland unternommen hatten, erhielten sie von König Christian I. von Dänemark und Norwegen den Auftrag, neue Länder und Inseln jenseits von Grönland sowie einen Westweg nach Ostasien zu suchen. Die Reiseroute führte sie von Bergen über Island, Südgrönland zur amerikanischen Ostküste, wo sie jedoch keine Durchfahrt nach Westen fanden. Da kein Bericht vorliegt, sind weder genaue Aussagen über die Seefahrer noch über Ihre Fahrt möglich. Pining und Pothorst können aber zu den Vorentdeckern der nordamerikanischen Küste gezählt werden, wobei sie sich auf die Erfahrungen grönländischer Normannen stützten. Erst Amundsen gelang zwischen 1903 und 1906 die erste Bezwingung der Nordwestpassage per Schiff.