Maritime Kalenderblätter
An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommerns sowie der deutschen Marinen und damit im Zusammenhang stehende Ereignisse von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.
Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interessen, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.
Die maritimen Kalenderblätter werden von Hans-Peter Küßner zusammengestellt.
September 2026
02.09.1951
Es erfolgt die organisatorische Trennung der R- und KS-Division der Seepolizei in zwei selbständige Abteilungen:
• R- (Räum-) Boots-Abteilung mit 6 einsatzfähigen R-Booten, Abteilungs-Chef: Seepolizei-Oberrat Werner Elmenhorst;
• KS- (Küstensicherungs-) Abteilung, Abteilungschef: Seepolizei-Oberkommissar Helmut Tamm.
03.09.1991
Besuch einer Delegation aus Uruguay zur Besichtigung der MSR-Schiffe Projekt KONDOR, Gefechtsversorger Projekt 109 und Schlepper 270 unter Teilnahme von Admiral Moll.
06.09.1991
Außerdienststellung des U-Jagdbootes NAJADE.
07.09.1956
Als erstes Schiff einer 9 Kümos umfassenden Serie der Elbewerft Boizenburg vom Typ 500/II wird MS KÜHLUNGSBORN in Dienst gestellt.
07.09.1966
Brand auf dem TS HANSEATIC (DABR) im Hafen von New York.
08.09.1981
Unter der Bezeichnung „Ocean Safari 81“ läuft eine NATO-Seekriegsübung an. Sie erstreckt sich vom Kanal über die Biskaya bis vor die südportugiesische Küste. An ihr nehmen 19.000 Mann, 83 Kampfschiffe und 280 Flugzeuge teil.
08.09 - 14.09.1961
Das Segelschulschiff der Bundesmarine, die GORCH FOCK, besucht als erstes Schiff der Bundesmarine nach dem Zweiten Weltkrieg London.
09.09.1871
Der norwegische Kapitän Elling Carlsen entdeckt nach nahezu dreihundert Jahren auf Nowaja Semlja die Hütte, die Barents und seine Gefährten bewohnten. In einer Büchse findet Carlsen die Aufzeichnungen Barents über die Erlebnisse der holländischen Seeleute auf der Insel.
11.09.1946
Kiellegung des ersten 17-m-Kutters in der Volkswerft Stralsund.
14.09.1966
Das U-Boot HAI (ex U 2365), das sich gemeinsam mit dem U-Boot HECHT (beide U-Boote Bundesmarine) auf der Fahrt nach England befindet, sinkt bei schwerer See vor der Doggerbank. Neunzehn Seeleute finden den Tod. Der einzige Überlebende ist der Obermaat Peter Silbernagel.
14.09.1971
Als fünftes Fährschiff zwischen Saßnitz und Trelleborg wird die STUBBENKAMMER in Fahrt gesetzt. Diese in Norwegen gebaute 3.200-tdw-Fähre ist in der Lage, 30 Eisenbahnwaggons sowie 10 Fernlastzüge zu transportieren.
15.09.1956
Verlegung der Marineunteroffizierschule der Bundesmarine von Cuxhaven nach Brake.
20.09.1911
Stapellauf der Viermastbark PAMIR (3.080 NRT) bei Blohm u Voss in Hamburg.
25.09.1981
Zu einem viertägigen Flottenbesuch in der Republik Finnland läuft das Küstenschutzschiff BERLIN der Volksmarine unter der Leitung von Kapitän zur See Rolf Rödel in der finnischen Hauptstadt Helsinki ein.
25.09.1991
Die historische Sternschanze (Dänholm) mit den beiden Kasernen-gebäuden und einem Latrinenhaus aus dem 19. Jahrhundert als älteste Gebäude auf der vorpommerschen Insel Dänholm werden vom Kultur-historischen Museum Stralsund übernommen. Damit werden die Weichen für die Einrichtung eines Marinemuseums gestellt und Beginn der konzeptionellen Gestaltung eines Marinemuseums. Durch den Direktor des Kulturhistorischen Museums, Herrn Dr. Andreas Grüger, werden die Herren Freg.-Kptn. a.D. Klaus Trepping und Kptn. z. See a. D. Dr. Horst Auerbach beauftragt, ein Marinemuseum einzurichten.
26.09.1966
In einer Internationalen Seenotrettungsaktion, an der außer dänischen Hubschraubern je ein sowjetisches, norwegisches und dänisches Schiff beteiligt sind, können 94 Erwachsene und 50 Kinder von dem sinkenden norwegischen Fährschiff SKAGERRAK dem Seetod entrissen werden.
27.09.2001
In London wird ein Denkmal für im Dienst tödlich verunglückte Angehörige der Handelsmarinen enthüllt. In diesem Zusammenhang wird von den Gewerkschaften daran erinnert, dass in den ersten 5 Monaten des Jahres 2001 durch Piratenüberfälle 5 Seeleute ihr Leben verloren.
27.9./01.10.2001
Auflösung des Marineunterstützungskommandos in Wilhelmshaven und Übernahme der Aufgaben durch das Marineamt in Rostock.
Oktober 2026
01.10.1921
Aus „Sparsamkeitsgründen“ wird die Navigationsschule in Stralsund von der preußischen Regierung geschlossen. Bereits 1800 gab es in Stralsund eine private Steuermannsschule, die ab 1824 staatliche Zuschüsse erhielt. Am 1. November 1828 war diese Einrichtung als Königlich-preußische Navigationsschule zu Stralsund in die Hände des Staates übergegangen. In den Jahren 1871 bis 1921 hatten etwa 1.300 Schiffer von Rügen und aus Stralsund ihr Examen als Kapitän oder Steuermann an der Navigationsschule abgelegt.
01.10.1961
Beim Löschen der Ladung im Hafen von Diègo-Suarez (Madagaskar) brach auf dem u. a. mit sechs Tonnen Dynamit beladenen norwegischen Frachter STARCARRIER (5.564 BRT) ein Feuer aus. Beim Versuch, den brennenden Frachter aus dem Hafen zu schleppen, kam es zur Explosion, durch die insgesamt 22 Menschen ihr Leben verloren.
01.10.1991
Vizeadmiral Hein-Peter Weyher wird Inspekteur der Marine.
03.10.1866
Österreich tritt seine Gardasee-Flottille an Italien ab.
04.10.1916
35 Seemeilen südwestlich der Insel San Pietro bei Sardinien wurde der französische Truppentransporter GALLIA (14.966 BRT) auf dem Weg von Toulon (Frankreich) nach Thessaloniki (Griechenland) von dem deutschen U-Boot U35 mit einem Torpedo versenkt. Von den 2.350 Besatzungsmitgliedern und Soldaten an Bord kamen etwa 600 ums Leben. Etwa 1.200 Schiffbrüchige wurden am Tag darauf von dem französischen Geschützten Kreuzer CHATEAURENAULT aufgenommen.
05.10.1936
Der 2,5 km lange Rügendamm wird für den Verkehr freigegeben. Mit den Erdarbeiten war im Sommer 1931 begonnen worden. Der seit 1883 bestehende Trajektverkehr zwischen Stralsund und Altefähr auf Rügen konnte eingestellt werden. Das „Nadelöhr“ für die 1909 eröffnete Fährverbindung Saßnitz – Trelleborg war beseitigt.
06.10.1956
Vereinigung der Seeoffizierslehranstalt (Seestreitkräfte der DDR) Stralsund - Schwedenschanze mit der Ingenieurtechnischen Offizierslehranstalt zur „Seeoffiziersschule“. Im Rahmen eines feierlichen militärischen Zeremoniells wird der Lehreinrichtung der Seestreitkräfte in Stralsund - Schwedenschanze durch den Chef des Hauptstabes der NVA die Truppenfahne an Kptn. z. See Jordt übergeben, gleichzeitig erfolgt die Umbenennung der Seeoffizierslehranstalt in „Seeoffiziersschule der Seestreitkräfte“.
09.10.1911
In Großbritannien läuft das Schlachtschiff KING GEORGE V vom Stapel. Das 23.300 ts große Schiff war vor seiner Umrüstung im Jahre 1917 mit 10 343-mm- und 16 102-mm-Geschützen sowie mit 2 76-mm-Flak und 3 Torpedorohren 533 mm bewaffnet.
14.10.1976
• Auf einer Reise von Venezuela nach Rostock mit 9.800 t Schweröl beladen, sank der MT BÖHLEN (DCZB). Von der 36-köpfigen Besatzung konnten nur 13 Besatzungsmitglieder gerettet werden (erste Ölpest durch ein DDR-Schiff).
• Während eines NATO-Manövers vor der niederländischen Küste kollidierte das britische Minensuchboot FITTLETON mit der britischen Fregatte MEERMAID und sank. Nur fünf Besatzungsmitglieder konnten trotz sofortiger Hilfe gerettet werden, die übrigen zwölf kamen bei dem Unglück ums Leben.
15.10.1931
Inbetriebnahme der Funkempfangsstelle Glowe und der Funksendestelle Lohme als Küstenfunkstelle Rügen Radio.
15.10.1956
Aus Räumbooten der ehem. Kriegsmarine, die die US Navy aus Beständen der LSU-B der BRD übergeben hat, wird in Bremerhaven das 3. Schnelle Minensuchgeschwader der Bundesmarine aufgestellt; es verlegt noch im Oktober 1956 nach Wilhelmshaven; am 15.11.1956 ist der Verband mit zehn Booten vollständig.
21.10.1961
Stapellauf von U 1, des ersten Nachkriegs-U-Boot-Neubaus der Bundesmarine.
23.10.1916
Vor der Westküste Irlands torpedierte das deutsche U-Boot
U 57 die britische Minensuch-Korvette GENISTA (1.250 ts). Das Schiff flog sofort in die Luft und ging mit 73 Mann an Bord unter. Es gab keine Überlebenden.
1391 ... eroberten in den Auseinandersetzungen zwischen Margarete, Königin von Dänemark und Norwegen, und dem Schwedenkönig Albrecht aus dem Hause Mecklenburg, die Vitalienbrüder, die das von Margarete belagerte Stockholm mit Viktualien (Lebensmittel) versorgten, die dänischen Inseln Gotland und Bornholm und hielten sie als wertvolle Stützpunkte besetzt.
1571… fand bei Naupaktos (Italienisch: Lepanto), einer griechischen Hafenstadt am Eingang zum Golf von Korinth, die letzte Seeschlacht mit Galeeren statt. Ursächlich dafür waren die Gegensätze zwischen Spanien und der Türkei beim Kampf um die Herrschaft über das Mittelmeer und bei der Eroberung seiner Küstenländer.
1481... starb Mehmed II. Er hatte im Jahre 1453 Konstantinopel (Istanbul) erobert und zur Hauptstadt des Osmanischen Reiches gemacht. Mit dieser Schlüsselposition am Bosporus konnten die Schifffahrt und der Handel zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer kontrolliert werden.
1741 ... erkannte Hjorter den störenden Einfluss des Nordlichtes auf die Magnetnadel.
1911… wurde In Dänemark das erste seegehende Schiff mit Dieselantrieb, die SELANDIA, gebaut. Das als Dreimastschoner getakelte Schiff war 118 m lang und lief 11 kn. Sensationell war, dass das Schiff keinen der üblichen Schornsteine trug.